TaiJiQuan Leicht gemacht (24 Figuren)

 

TaiJiQuan ist wohl die weltweit bekannteste chinesische Sportart, nicht zuletzt durch die Vorführung im Rahmen der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2008 in Peking (Beijing).

Für den westlich geprägten Ausdauer-, Kraft- und Schnelligkeitssportler erscheinen die Bewegungen als langsam, sanft und ziellos. Das TaiJiQuan als eine Form des NeiJia-Stils im WuShu zeichnet aber gerade die nach innen gerichtete konzentrierte Form der Bewegungslehre aus.

Der praktizierende Mensch steht im Zentrum.

In Europa und Amerika ist die Umschreibung Tai Chi Chuan wesentlich geläufiger. Diese Schreibweise birgt aber für den Laien eine starke Gefahr, denn dadurch wird auch QiGong als Chi Kung geschrieben. Doch wie Sie anhand der chinesischen Zeichen sehen ist Chi aus Tai Chi Chian nicht mit Chi aus Chi Kung gleich zu setzen.

Im TaiJiQuan werden Bewegungen aneinander gereiht so dass eine fliessende und durchgängige Choreographie entsteht.

Die Bewegungen stammen zum Teil aus Kampftechniken sowie auch aus Beobachtungen und Nachahmungen der Natur und Tierwelt. Die Namensgebung verdankt das TaiJiQuan der allgegenwärtigen TaiJi-Philosophie.

TaiJiQuan hat viele Väter. Auch nur so ist es zu erklären, dass es zahlreiche Ausprägungen gibt die aber alle als TaiJiQuan kategorisiert werden können. Man unterscheidet zwischen akademischen, sportlichen und familiär-traditionellen Prägungen.  Zu den familiär-traditionellen Ausprägungen gehören die Yang-, Chen-,Wu- und Sun-Stile. Die meisten Praktizierenden finden sich im Yang-Stil wieder wobei es auch hier unterschiedliche Arten der Ausführungen gibt.

 

Das akademische TaiJiQuan der YangSheng Schule für Traditionelle Chinesische Bewegungskünste legt ihren Schwerpunkt in der Ausrichtung auf die Lebenspflege und der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Das Ziel in der Ausübung des TaiJIQuan ist nicht der Kampf sondern die Harmonie zwischen Körper, Atmung und Geist herzustellen so wie dies auch schon in den QiGong Formen geübt wird.

                                                                                                                                  

Die Bewegungsfolgen sind geschmeidig, elastisch und dem jeweiligen Lebensabschnitt anpassungsfähig.

 

                                                                                                                                                                                                          (Quelle: Laoshan Zenturm Hamburg/China)